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Kriegsgräber in Russland

Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge unterhält mehrere Grabungsbrigaden in Russland. Ihre Aufgabe ist es, deutsche Soldaten, die während des Krieges hinter der Front begraben wurden, zu exhumieren und anhand von Erkennungsmarken zu identifizieren. Später werden sie auf Soldatenfriedhöfen beigesetzt und ihre Angehörigen informiert. Junge Männer, oft nicht älter als 20, von denen täglich 20000 auf beiden Seiten ihr Leben gaben, in diesem Wahnsinn, der da „Unternehmen Barbarossa“ hieß. Von der Wehrmacht akribisch in Listen erfasst, mit Geburtsdatum, Name, Todestag und die Art, wie der Soldat zu Tode kam. „Granate, Volltreffer, Beine, Kopf“ heißt es lapidar. Man braucht es gar nicht zu lesen, sondern sich nur die Gebeine anzuschauen und das Grauen dieses Krieges wird wieder gegenwärtig. Knochen, die im Akkord gegraben werden, da die Gräber pro Soldat bezahlt werden. Mein Kollege Wolfgang Bauer gab ihnen deshalb den Namen Kopfgeldgräber.